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Marken vorgestellt: ODUR

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Marken vorgestellt: ODUR

Die Natur ist der Boulevard der Sinne

Auch in der Parfumwelt gibt es noch diese „Hollywood“-Geschichten: Zwei langjährige Freunde und Duft-Fans verwirklichen ihren Traum vom eigenen Parfum. So geschehen mit Patrick Stebler und Claudio Zier, die sich seit ihrer Schulzeit in Chur, Schweiz, kennen, gut verstehen und eine Liebe zu Düften teilen.

Nichts ist so assoziationsbeladen, so erinnerungsreich wie Gerüche, Aromen, Düfte. Vielleicht noch Musik, aber bei einem bestimmten Duft, insbesondere einem aus der Natur (nehmen wir mal frisch gemähtes Gras oder frisch gemahlenen Kaffee) reist unsere Seele sofort und unmittelbar hin zu den Lebensmomenten und Lebensgefühlen, die wir mit diesen Gerüchen verbinden. Diese einfache wie mächtige sensorische Wirkung könnte Stebler und Zier vorgeschwebt haben, als sie sich daran machten, eigene olfaktorische Gemälde zu komponieren. Denn es scheint, als hätten sie ganz viel eigenes Erleben und ganz viel schweizerische Heimat in ihre ODUR-Kreationen gepackt. Man sieht förmlich die Bergseen, die Berge, die Flüsse, den Waldboden vor sich, sobald man an einem ODUR schnuppert. Und damit gehen die beiden Selfmade-Parfümeure mit den Kunstwerken ihres Kreateurs Giovanni Sammarco eigentlich einen zu der üblichen Entstehungsgeschichte eines Parfums ziemlich diametralen Weg: normalerweise nimmt es seinen Anfang in einem urbanen Umfeld – in einem chromglänzenden Labor oder schicken Marketing-Büro, einer stylishen Meeting-Lounge oder bei einem Brainstorming in einem stilvollen Großstadtcafe in weltläufiger Umgebung. In Paris, Mailand oder New York. Und dort, inmitten von Stahl und Stein, wird dann emsig die Natur nachgebaut. Das Urbane blickt stets etwas neidvoll aufs Land, auf die Natur. Bei ODUR ist diese Natur der Ausgangspunkt. Von der schweizer Idylle hinaus auf die Boulevards der großen weiten Welt. Aber hat dies nicht eine tiefe Logik? Nur wer die Heimat kennt, die Natur liebt und sich in ihr bewegt, kann sie olfaktorisch nach-komponieren.

Claudio hatte seinen Freund Patrick mal wieder auf eine große Messe für Nischenparfums begleitet. Beim anschließenden Abendessen entspann sich dann endgültig das Vorhaben, einen eigenen Duft handmade und abseits großer Industriekonzerne zu kreieren. Nicht in New York, nicht in Mailand, sondern in der Schweiz. Man war sich einig: die Kompositionen sollten, wo immer auch die Reise hin ging, die Atmosphäre, den Duft Graubündens widerspiegeln – aber so, dass sich auch Ortsfremden die Anmut dieses Stücks Heimat olfaktorisch erschließt. Und der Schnuppernde diese Heimat auch als die seine erkennt, egal wo er sich befindet. Universell. So wie DER WALD, DER SEE, DIE ERDE.

Entstanden sind zunächst dank Sammarcos Profinase die beiden Unisex Düfte «Pinus» und «Ervas» von ODUR. „Odur“ ist romanisch und bedeutet «Duft». Pinus – das ist der aromatische Duft des Arvenwaldes an einem Herbstmorgen. Punktgenau. Die Frische kommt von Grapefruit und Bergamotte sowie hochlagigen Arven und Patschuli. Zur Frische gesellt sich dann eine erdige Aromatik, die würzig und warm ausstrahlt. Nicht wenige Männer, und auch Frauen, lieben diese ungewöhnliche Kombination aus Frische und Wärme.

Über den frischeren von beiden, ERVAS, erzählte Claudio dem magmagazin: «Wir waren damals viel auf Ibiza», erzählt Claudio. «Das hat uns zur mediterranen Note verleitet. Er ist ein idealer Begleiter im Frühjahr oder Sommer, der nebst Moschus auch ein wenig Gurkenmolekül aus New York beinhaltet.» You see? Natur und große, weite Welt verbinden sich.

Vor kurzem wurde die ODUR-Palette um zwei weitere Parfums erweitert: «Calma» und «Terra». Calma, der mit seiner beruhigenden Aura aus Vanille, Mandel und Maiglöckchen. Diese soll die Stille und Kühle einer frisch verschneiten Winterlandschaft widerspeigeln, Terra gilt als ihr „kantigster“ und männlichster Duft. Einer wie ein Gebirgsgewitter. Du riechst die würzige Erde, die nassen Kräuter – kompromisslos natürlich. Überwältigend mutig – denn Terra hat nichts mehr von kommerzieller Anbiederung und marketingmäßiger Weichspülerei.

Mehr als vier Düfte, so die derzeitigen Pläne, sollen es bei ODUR auch nicht werden. Alle vier enthalten einen überdurchschnittlichen Anteil an ätherischen Ölen – daher gelten sie auch als „Parfums“ ohne „Eau de….“. Sie zählen selbstredend zu den sogenannten Nischendüften. Alles ins Produkt – wenig ins Marketing. Handmade. Wir von Contherapia mögen den Begriff „Nische“ nicht so besonders gerne, er hat so etwas unangemessen „Exotisches“ und „Nerdiges“. In Wirklichkeit ist es aber die Nische, die die Trends setzt. Große Markendufthäuser, die den Massenmarkt bedienen, orientieren sich ganz stark an den Kompositionen der Nische. Wer also qualitativ und trendmäßig up-to-date sein will, sollte sich mehr und mehr an den top-exklusiven Meisterwerken der Nische ausrichten. Da werden die Kunstwerke und die Trends geboren. Und ODUR hat eine deutliche Spur gesetzt: Natur first!

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